ANTHROPOSOPHISCHE MEDIZIN: GESCHICHTE UND DERZEITIGE VERBREITUNG

Die Anthroposophische Medizin wurde zu Beginn der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts von Dr. med. Ita Wegman (1876-1943) und anderen Ärzten in Zusammenarbeit mit Dr. phil. Rudolf Steiner (1861-1925) begründet.


Dr. med. Ita Wegmann
Dr. phil. Rudolf Steiner

1921 entstanden in Stuttgart/Deutschland und Arlesheim/ Schweiz erste klinisch-therapeutische Institute mit angegliederten pharmazeutischen Laboratorien, den Vorläufern der späteren Arzneimittelbetriebe Weleda und Wala. Steiner und Wegman verfassten gemeinsam das Grundlagenwerk: "Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen." Seither haben sich Forschung und klinische Anwendung der Anthroposophischen Medizin sowohl auf diagnostischem als auch therapeutischem Gebiet kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Verbreitung in Arztpraxen wird die Anthroposophische Medizin in zahlreichen klinischen Einrichtungen ausgeübt. So gibt es Kliniken, Sanatorien und klinikähnliche Einrichtungen in Deutschland, Schweiz, Schweden, Holland, Italien, USA und Brasilien. Hinzu kommt die weit verbreitete Tätigkeit von Kunsttherapeuten und Heileurythmisten, sowie Beratungstätigkeit für Ernährung, biographische Krisen, Lern- und Entwicklungsstörungen etc.
Niederlassungen und Vertrieb anthroposophischer Arzneimittel existieren in den meisten europäischen Ländern, sowie in Nord- und Südamerika, Russland, Südafrika, Ägypten, Japan, Australien und Neuseeland.

 

 Geschichte und Verbreitung in einzelnen Ländern

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